Klimaanpassungskonzept Kreis Plön

[kreis-ploen.de] Der menschengemachte Klimawandel ist bereits spürbar – auch im Kreis Plön – und macht es notwendig, dass wir uns vor Ort aktiv an die veränderten Bedingungen anpassen. Schon jetzt merken wir: es gibt zunehmend lange Phasen ohne Regen und wenn es regnet, dann oft viel heftiger als früher. Die Durchschnittstemperaturen steigen auch bei uns im Kreis Plön (schon um fast 2 Grad seit 1950) und im Sommer erleben wir wirklich heiße Tage, die vielen Menschen zu schaffen machen.


Das Gute ist: auf viele (auch zukünftige) Klimaveränderungen können wir uns schon jetzt vorbereiten

und uns vor negativen Folgen schützen. Der Plöner Kreistag hat deshalb die Verwaltung damit beauf-
tragt, ein Klimaanpassungskonzept zu erstellen. Darin sollen unter anderem Risiken analysiert und be-
wertet werden und darauf aufbauend passgenaue Maßnahmen beschrieben werden, die in der eigenen

Zuständigkeit der Kreisverwaltung liegen. Bei der Erstellung des Konzepts wird der Kreis von zwei ex-
ternen Partnern unterstützt: GreenAdapt aus Berlin und Luftbild Umwelt Planung aus Potsdam.

Landrat Björn Demmin ruft zur Teilnahme auf: „Um einen möglichst guten Überblick über das Kreisge-
biet zu bekommen, sind wir auf die Mithilfe vieler Menschen angewiesen, die hier leben oder arbeiten.

Wir möchten wissen: wo fallen Ihnen jetzt schon Klima-Veränderungen auf? Wo ist es im Sommer zum
Beispiel unerträglich heiß? Auf welchem Spielplatz brennt die Sonne nur so vom Himmel ohne jeglichen
Schatten? Welche Straßen sind bei Starkregen regelmäßig überflutet?“
Alle sind aufgerufen, sich über den Sommer (Juni, Juli und August) daran zu beteiligen! Unter folgendem
Link ist ab sofort eine Karte erreichbar: https://kühle-orte.de/beteiligungskarte-kreis-ploen/

Darin können in sechs verschiedenen Kategorien problematische Punkte im Kreisgebiet benannt und
verortet werden, wo die Belastungen für Mensch, Natur und Infrastruktur durch Klima-Signale wie zum
Beispiel Hitze, Starkregen oder Sturmfluten bereits zu beobachten sind. Diese Einträge bilden dann den
Ausgangspunkt, um betroffene Gebiete im Kreis besser und genauer einschätzen zu können. Mit diesen

Einblicken und dem intensiven Austausch mit den Fachakteuren des Kreises werden dann Maßnahmen-
vorschläge für den Umgang mit den Folgen des Klimawandels entwickelt.

Landrat Björn Demmin weiter: „Wir freuen uns weiterhin über Ihre Hinweise auf besonders ange-
nehme, klimaresiliente Aufenthaltsorte im Kreis – sei es draußen oder in Gebäuden –, an denen auch

bei Hitze Erholung, Arbeit oder Lernen gut möglich sind. Ebenso sind uns Beispiele für bereits umge-
setzte Projekte zur Klimaanpassung wichtig, die zeigen, wie vor Ort konkret auf Hitze, Trockenheit oder

Starkregen reagiert wird.

Machen Sie gerne mit und helfen Sie uns, den Kreis Plön fit für die Zukunft zu machen. Jede Rückmel-
dung zählt und trägt dazu bei, konkrete und wirksame Maßnahmen für mehr Lebensqualität und Si-
cherheit im Klimawandel zu entwickeln.“

Quelle: Presseinformation des Kreises Plön